Sonntag, 23. Juni 2013

Urlaubslektüre und Pilzvergiftungen

Als Lektüre für unseren letzten Kurzurlaub hatte ich mir dieses Buch ausgeliehen:
 

Allan Karlsson wird hundert Jahre alt.
Eigentlich ein Grund zum feiern.
Doch er steigt kurzerhand aus dem Fenster (im Erdgeschoss) und verschwindet ...
 
...  die irrwitzige Lebensgeschichte eines Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, in den letzten 100 Jahren aber trotzdem immer in die großen historischen Ereignisse verwickelt war.
(Ausschnitte des Klappentextes)
 
Mein Fazit: Herrlich komisch und fesselnd geschrieben ... die richtige Ferienlektüre.
 
* * *
 
Dieses Buch habe ich in den letzten Tagen wieder einmal zur Hand genommen um bekanntes Wissen aufzufrischen ...
 
 
Noch ist zwar nicht die "klassische" Pilzzeit, doch auch jetzt wachsen schon viele "Schwammerl" und da heißt es wieder vorbereitet sein.
 
Z.B. hatte ich in der vergangenen Woche eine über die Giftnotrufzentrale vermittelte Anfrage aus einem integrativen Kindergarten, wo eines der Kinder auf dem Freigelände gewachsene Pilze zumindest in den Mund genommen, möglicherweise aber auch verschluckt hatte.
Der Kindergarten war jedoch leider nicht vor Ort, sondern rd. 60 km entfernt.
 
Nun ist eine korrekte Pilzbestimmung nach (Laien-)Fotos in den meisten Fällen nicht möglich,
aber eine der Erzieherinnen hat mir dann einige wirklich aussagekräftige Fotos per Mail zugeschickt, auf denen die von mir angefragten Merkmale des Pilzes sehr gut zu erkennen waren und so konnte ich anhand dieser Fotos "Entwarnung" geben.
Aber wie gesagt ... ein Ausnahmefall.
 
In der Regel reicht ein Foto oder die Beschreibung eins Pilzes durch einen Laien nicht aus und dann heißt es, Putz- oder Speisereste oder gar den Mageninhalt auf entsprechende Hinweise zur Bestimmung ... gegebenenfalls mikroskopisch ... zu untersuchen.
Wichtig ist in jedem Fall: Schnellstmöglich Hilfe anfordern ... am Besten durch einen geprüften Pilzsachverständigen.
Infos über Sofortmaßnahmen sowie die Teefonnummern der Giftnotrufzentralen und eine Liste der Pilzsachverständigen (selektierbar nach Name oder PLZ) der Deutschen Gesellschaft für Mykologie finden sich hier.
 
Ich bin auf jeden Fall wieder vorbereitet, appeliere aber trotzdem an die Pilzsammler, wirklich nur eindeutig als Speisepilze bestimmte Exemplare zu sammeln und zu verspeisen.
Es geht leider nicht immer "nur" mit einem Brechdurchfall ab ...
 
Einen schönen Restsonntag, 
     

  1. Oh, ja- ich kann Deiner Beschreibung über das erste Buch nur bestätigen, ich fand den Alten total cool und habe auch oft herzlich gelacht!
    Mit den Pilzen dauert es leider noch ein wenig...;)
    Liebe Grüsse von Angela

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Christa,
    ja man sollte nur Pilze sammeln, wenn man sie auch kennt. Ich hatte heute schon ein Erfolgserlebnis: 1,8kg Pfifferlinge. Wünsche Dir auch viel Spass beim Sammeln
    LG Eva

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Christa!
    Dass Du es mit Pilzen hast, wußte ich ja schon, aber dass Du Pilzsachverständige bist finde ich ja beeindruckend!! Mein Wissen ist nur angelesen und es wird immer genauestens recherchiert, aber inzwischen kenne ich allerhand, nur gibt es so ungefähr noch eine Million, die ich nicht kenne...
    Auf gute Gesundheit!
    LG
    Valomea

    AntwortenLöschen

Schön, dass du hierhergefunden hast ... über einen Kommentar freue ich mich sehr ... und die Kommentarmoderation musste ich mal wieder aktivieren. ;-)